Arbeiten und davon leben können

Veröffentlicht am 21.03.2013 in Presseecho
 

SZBZ vom 20.03.2013 - Renate Lück „Brauchen wir mehr Geld, um die Armut zu besiegen, oder benötigen wir ein neues Modell?“ Das ist das Thema der Winter-Tour, die die Landtagsfraktion der SPD durchs Ländle führt. Florian Wahl, Landtagsabgeordneter aus Böblingen, hat bei der Kreiskonferenz in Breitenstein das Forum moderiert.

Dazu eingeladen waren der SPD-Fraktionsvorsitzende Claus Schmiedel, der katholische Betriebsseelsorger Paul Schobel und Klaus Kittler, der im Diakonischen Werk Baden-Württemberg für Arbeitslosenhilfe und Armut sowie Existenzsicherung und Migration zuständig ist. Man wolle das Thema nicht nur über Zahlen angehen, sondern die betroffenen Menschen in den Blick nehmen, die durch persönliche Krisen oder Handicaps, zunehmend auch durch schlechte Arbeitsbedingungen Probleme bekommen, sagte Schmiedel. Ganz ohne Zahlen kam er aber nicht aus: Von den 20- bis 30-Jährigen hätten 20 Prozent aus verschiedenen Gründen keine Ausbildung. Diese Zahl gelte es auf fünf Prozent zu drücken und bessere Übergänge von Schule zur Arbeit zu finden. Um Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, müsste der Staat eine bessere Infrastruktur bereitstellen. Erschrocken sei er über die prekären Arbeitsverhältnisse, die er gerade an der Uni-Klinik gesehen habe. Ausgliederungen führten zu einem Vierklassensystem. Auch Wohnungen würden nicht gerade für Bedürftige gebaut. Paul Schobel sagte: „Wir müssen glaubwürdig sein. Armut in unserem reichen Land ist ein Skandal.“ Sie sei nicht mit Bangladesch zu vergleichen: Wegen des allgemeinen Konsumverhaltens grenze sie hier die Menschen psychisch aus. Der Armutsbericht zeige, dass die Armutsbedrohung wieder angestiegen ist. Schlimmer noch: Ein Viertel aller Beschäftigten kann trotz Arbeit vom Verdienst nicht leben. Dieses strukturelle Problem müsse politisch angegangen werden. Klaus Kittlers Erfahrung: „Wir haben heute eine Verschärfung der Armut, die sich gewaschen hat. Obwohl wir neben Bayern die besten Arbeitsmarktdaten haben, gibt es für Langzeitarbeitslose keine Chancen. Ein Drittel der Arbeitenden sind in prekären Jobs, 20 Prozent bekommen zu niedrigen Lohn. Da ist Altersarmut programmiert.“ Schmiedel beantwortete die Frage des Abends so: „Wir haben nicht das Volumen, die Unterstützung aufzustocken. Aber es gibt Möglichkeiten, das Geld anders einzusetzen, damit aus Passivleistung aktive Beschäftigung wird. Dann müssten die Arbeitsagenturen am Jahresende kein Geld mehr nach Berlin zurückschicken, weil sie nicht länger planen dürfen.“ Das Landesarbeitsmarktprogramm gehe in diese Richtung, so Kittler. Da werden Arbeitsplätze mitfinanziert, um Arbeitgeber zu motivieren, Langzeitarbeitslose einzustellen. Er plädierte für ein Netzwerk zwischen Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden und will Impulse aus der SPD-Kampagne aufnehmen. Auf der SPD-Kreiskonferenz diskutierten (von links): Klaus Kittler, Claus Schmiedel, Florian Wahl und Paul Schobel. Bild: Lück

 

Homepage SPD KV Böblingen

SPD Ortsverein Schönaich

Vorsitzender: Jürgen Binder

Stv. Vorsitzende: Jasmin Fricker

Kassiererin: Sylvia Geist

Schriftführer: Jasmin Fricker

Pressereferent: Stephan Böcker

Kassenrevisoren: Norbert Knebl, Günter Wolfsgruber

Beisitzer: Heike Böcker, Stephan Böcker, Karl-Heinz Geist, Sabine Greitzke, Maria Unger-Zimmermann 

Fraktion: Norbert Weinmann

Kreistag Böblingen

Kreistag Landkreis Böblingen

SPD Gemeinderäte

SPD Fraktion in Schönaich:

Sabine Greitzke

Dr. Horst Nebelsieck

Julia Sohns ( geb.Rebmann )

Norbert Weinmann

Schönaicher Gemeinderat Aktuell

Kalenderblock

Alle Termine öffnen.

16.09.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr SPD-Kreisvorstandssitzung

24.09.2026, 20:00 Uhr Vorstandssitzung Ortsverein Schönaich

14.10.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr SPD-Kreisvorstandssitzung

Alle Termine

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Suchen