Kontinuität bei der Arbeit der Gleichstellungsbeauftragte

Veröffentlicht am 09.07.2010 in Arbeitsgemeinschaften
 

U. Lucas

Die Kündigung von Frau Meola, der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Böblingen, hat sehr überrascht. Ihre geleistete umfangreiche und erfolgreiche Arbeit, die von ihr angestoßenen, nicht alltäglichen Projekte, Anwerben von Fördergeldern sowie auch ihr persönliches Engagement zugunsten von Netzwerken und Frauen, deren Wohngemeinden nicht eine eigene kommunale Gleichstellungsbeauftragte haben, haben wir aktiven Frauen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen kennen und schätzen gelernt: Einerseits unmittelbar als Besucherinnen und Nutzerinnen der von ihr in den vergangenen Monaten organisierten Veranstaltungen und andererseits aufgrund der Infos über ihr Wirken anlässlich einer Veranstaltung unserer Arbeitsgemeinschaft mit Frauen aus dem gesamten Kreisgebiet erst vor wenigen Wochen. Die positive Einschätzung teilen wir mit vielen weiteren Bekannten und Freunden.

Ihr Ausscheiden bedauern wir sehr.

Alarmiert hat unsere politische Frauengruppe dem Artikel vom 28.6. entnommen, nach einer nicht näher benannten Phase des Nichtbesetzen der Stelle stehe die grundsätzliche Frage der Wiederbesetzung jener Stelle im Kreistag im Herbst im Rahmen der Haushaltsberatungen an. Die Unruhe auch in Anbetracht der Tatsache, dass vor wenigen Jahren eine Haushaltsstrukturkommission des Kreistages u. a. die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten in Frage stellte. Damals waren die SPD-Frauen im Kreis öffentlich aktiv geworden zugunsten der damaligen Gleichstellungsbeauftragten.

Für den Vorstand der SPD-Frauen im Kreis ist Kontinuität zum Bewältigen der Aufgabenvielfalt in der Gleichstellungsarbeit sehr wichtig.
So appellieren wir, die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Böblingen möglichst zügig wieder zu besetzen sowie den derzeitigen Stellenumfang weiter zu behalten. Und nicht zu riskieren – um den Haushalt kurzfristig von Personalkosten zu entlasten – dass ein reduzierter Stellenumfang z. B. Konsequenzen beim Einwerben von Fördergeldern hat oder zu Lasten begonnener guter Projekte oder angedachter, in Schulen und Betrieben hineinreichender Vorhaben geht.

Ulrike Lucas, Vorsitzende der SPD-Frauen im Kreis Böblingen/AsF

 

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