Einsatz für den Hubschrauber-Standort

Veröffentlicht am 25.02.2021 in Kreistagsfraktion
 

Die Kreistags-SPD bringt die Diskussion um den Leonberger Hubschrauber-Standort wieder auf die Tagesordnung. Die Kreisräte Günther Wöhler und Jan Hambach sehen im Karlsruher Modellprojekt des Voralarms eine Lösung, die für ganz Baden-Württemberg eine gute Abdeckung mit Rettungshubschraubern gewährleisten würde, ohne Standorte zu verlegen.

„Wir Leonberger haben eine enge Verbindung zu „unserem“ DRF-Hubschrauber, der bei jedem Tag der offenen Tür im Krankenhaus das Highlight ist. Der Hubschrauber ist aber nicht nur Prestige, er ist ein wesentlicher Anreiz für Ärzte im Leonberger Krankenhaus zu arbeiten und erhöht deren fachliche Kompetenz. Ein Abzug des Rettungshubschraubers würde hier als Indiz für einen Tod auf Raten des Leonberger Krankenhauses verstanden werden“, sagt der Leonberger Arzt und Kreisrat Günther Wöhler.

Die SPD-Kreistagsfraktion argumentiert aber nicht nur mit lokalen Gesichtspunkten und verweist auf einen Modellversuch der Rettungsleitstelle Karlsruhe. Dort wird der Hubschrauber durch einen „Voralarm“ von der Leitstelle informiert, die im Einsatzort zuständig ist. Damit kann der Flug vorbereitet werden, bis die Leitstelle des Hubschraubers grünes Licht gibt. Damit verkürzen sich die Vorbereitungszeiten bis zum Abflug und entsprechend auch die Reaktionszeiten bis zum Eintreffen am Einsatzort. 

„Damit können unserer Einschätzung nach die weißen Flecken, die das Strukturgutachten aufgedeckt hat, geschlossen werden. Bevor wir viel Geld für eine Verlegung des Hubschrauber-Standorts ausgeben und in einer der bevölkerungsreichsten Regionen Baden-Württembergs mit hohen Einsatzzahlen die Hubschrauber-Versorgung verschlechtern, sollten wir das Karlsruher Modellprojekt auf ganz Baden-Württemberg ausdehnen und anschließend Entscheidungen treffen“, erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jan Hambach.

"Eine schnellstmögliche Rettung ist für jede Region erstrebenswert. Deshalb können wir nicht ausschließlich mit lokalen Argumenten vorhalten, sondern müssen schauen welche Lösung für alle Regionen in Baden-Württemberg die Beste ist. Unser Vorschlag könnte aber eine Win-Win-Situation für alle erzeugen“, meint der SPD-Fraktionsvorsitzende Tobias Brenner abschließend.

Unsere Anfrage an die Kreisverwaltung im Detail.

 

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