Austausch von Jusos und DITIB-Jugend: Keine Vielfalt ohne Dialog und Demokratie

Veröffentlicht am 25.07.2016 in Pressemitteilungen
 

Im Rahmen des Moschee-Besuchs der Jusos im Kreis Böblingen in Renningen wurde die aktuelle Lage in der Türkei, der Umgang mit Flüchtlingen sowie der Islam in Deutschland thematisiert.

Der Putsch-Versuch und der damit einhergehende Angriff auf die demokratische Grundordnung in der Türkei wurden aufs Schärfste verurteilt, gleichzeitig sei es aber auch wichtig rechtsstaatliche Grundsätze wie Pressefreiheit und Menschenrechte zu wahren.

„Egal welcher politischen Ansicht man ist, Gewalt und Willkür darf niemals die Demokratie entmachten“, meint der Leiter der DITIB-Jugend Bilal Celik aus Renningen.
Oktay Ates aus Böblingen, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Nachwuchsorganisation im Kreis Böblingen erläutert: „Die fehlende mediale Solidarität gegen die Putschisten hat viele Deutsch-Türken gekränkt. Ich hoffe, dass wir dazu beitragen können das gegenseitige Verständnis für die jeweiligen Positionen auszubauen.“

"Wir wollen die Stimme der jungen Muslime sein und unsere Belange einbringen", erklärt Ismail Özkan, Landesvorsitzender der DITIB-Jugend Württemberg. Betont wurde die Bedeutung des gesellschaftlichen Dialogs: Nur durch gegenseitiges Kennenlernen könnten Vorurteile abgebaut und Freundschaften begründet werden. Auch das Islam-Verständnis in Deutschland werde so gefördert.

Jasmina Volckart, stellvertretende Vorsitzende des Juso-Kreisverbands und Zeynep Öztürk, ebenfalls Jugendleiterin der Moschee sind sich einig: „Wir dürfen kein Platz für Ressentiments schaffen und müssen jede Chance wahrnehmen, einen engeren Kontakt zu pflegen. Eine zunehmende Polarisierung im Alltag spüren viele und ist genau das, was Terroristen und Rechtspopulisten wollen. Dem können wir alle etwas entgegenzusetzen."

Neben dem Glauben stehen in der Moschee auch Freizeitaktivitäten auf dem Programm: Fußball, Bowling oder einfach ein Ort um abzuschalten - „Die Jugendarbeit der Moschee bietet viel und ist so auch ein Ort der Prävention“, lobt Jan Hambach aus Renningen, Kreisvorsitzender der Jusos, der zukünftig einen engeren Kontakt pflegen möchte. Zum Abschluss des Treffens wurden die Jusos noch zum Essen und zu einer Moscheeführung mit dem örtlichen Imam eingeladen. 

 

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